Janine Schillers

Vita von „Schmitz Tatze“ by Janine Schillers

1972 in Viersen geboren verbrachte ich meine Jugend im Stadtteil Dülken, wo ich auch heute noch lebe und arbeite. Schon im Kindesalter versuchte ich die elterliche Wohnung umzugestalten, in dem ich der gehegten Palme meiner Mutter die Blätter bemalte und unsere Couch farblich dazu anpasste.

Anfang der 1980er Jahre begann ich auf Seide zu malen und mit Holzkohle zu zeichnen, experimentierte mit Farbe auf unterschiedlichen Materialien. Mit Stift und Zeichenblock tobte ich mich aus und zur Not musste sogar die Tür meines Kinderzimmers herhalten, was ebenfalls nicht auf große Begeisterung der Eltern stieß. Ich stellte damals schon eine ungeheure Farbsucht an mir fest. Leider findet man als Schülerin nur schwer Anerkennung als Künstler. Daher folgte ich dem elterlichen Rat und begann 1988 eine Ausbildung zur Friseurin, um meinen damaligen Traum zur Visagistin und Maskenbildnerin zu verwirklichen. Ich glaubte dort meine Kreativität ausleben zu können.

Ende der 90er Jahre fand ich dann meinen künstlerischen Schwerpunkt im „Abstrakten Expressionismus“, womit ich mich bis heute beschäftige und das mit diversen Techniken und Materialien –zeichnen, malen, rakeln, streichen, pinseln, kleistern und leimen, anschauen drehen wenden machen tun und dann alles wieder von vorn.

Klar arbeite ich mit Farbe, viel Farbe aber ich experimentiere auch mit fast allem was sich irgendwie auf Leinwand bannen lässt, damit das Werk eine Struktur bekommt. Viele meiner Arbeiten bezeichne ich als mixed Art. Über die Jahre habe ich mir meine Fähigkeiten hart erarbeitet. Wenn man bedenkt wie schwer und intensiv ein Kunststudium ist und wie lange es braucht, bedeutet das als Autodidakt für ein gleichwertiges Selbststudium jede Menge Zeit der Erkundung und Erprobung.

Ein Stil wird bei mir nicht festgelegt. Es gibt zu viele interessante Sachen die mich inspirieren, immer nur an einer Sache zu arbeiten langweilt mich und würde mich zu sehr eingrenzen. Neugier ist mein Motor, Begeisterung mein Brennstoff. Mit Leidenschaft und Aufwand entwickeln sich meine Werke wie sie sollen, nur einzelne Striche stellen mich nicht zufrieden. Fotorealistische Perfektion fertige ich auch nicht, denn dann würde die Note MEINER Kunst verloren gehen. Es gibt auch keinen Text zu meinen Bildern, nicht einmal Namen, ich bin schließlich keine Schriftstellerin. Die müsste ich aber sein wenn ich halbwegs erklären sollte, was ich mir beim Malen gedacht habe, es ist mir ohnehin am liebsten wenn jedem etwas anderes zu meinen Bildern einfällt.

2017 trat ich in die die Kunstszene Viersen ein und stellte im Sommer meine Werke erstmals mit „Kunst im Schaufenster“ der Öffentlichkeit vor. Im Herbst wurden meine Bilder zur Unterstützung der Jugendliteraturtage im Konzept 48/11 in Viersen ausgestellt. Im Januar 2018 folgt meine erste eigene Vernissage. Mit einer ausgeprägten Leidenschaft zur sozialen Gerechtigkeit und der Verbindung zu sehr lebendigen Farben lasse ich Werke entstehen, die meine Gefühle und Empfindungen ausdrücken und bei meinen Mitmenschen solche hervorrufen sollen. Oftmals verdeutlichen sie meine seelische Stimmung. Kunst die keine starken Emotionen auslöst finde ich bedeutungslos.

Kunst sprengt Grenzen und verändert uns.

„Es geht um keine Lehre bei einem Kunstwerk. Bilder, die deutbar sind und die Sinn enthalten, sind schlechte Bilder. Ein Bild stellt sich dar als das Unübersichtliche, Unlogische, Unsinnige. Es demonstriert die Zahllosigkeit der Aspekte, es nimmt uns unsere Sicherheit, weil es uns die Meinung und den Namen von einem Ding nimmt. Es zeigt uns das Ding in seiner Vielbedeutigkeit und Unendlichkeit, die eine Meinung und Ansicht nicht aufkommen lassen.“

Notizen von Gerhard Richter 1964–1965 – einem meiner größten Vorbilder!

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